{"id":168,"date":"2008-06-28T14:11:43","date_gmt":"2008-06-28T12:11:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.heiniger-net.ch\/?p=168"},"modified":"2018-04-09T20:58:27","modified_gmt":"2018-04-09T18:58:27","slug":"sparsam-autofahren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/archives\/168\/sparsam-autofahren\/","title":{"rendered":"Sparsam Autofahren: So gehts!"},"content":{"rendered":"<p>Ich wollte schon lange mal einen Artikel zum Thema sparsames Autofahren schreiben. Ich erinnere mich, dass ich dazu nur selten etwas in der Tageszeitung gelesen habe. Angesichts der j\u00fcngsten Explosion der Treibstoffpreise m\u00f6chten wir gerne den Verbrauch so niedrig wie m\u00f6glich halten. Dies hilft nicht nur unserem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt. Wegen letzterem fahre ich seit Jahren so, wie ich es im Folgenden beschreibe. Gelegentliche Ausrutscher auf Deutschen Autobahnen seien mir verziehen&#8230;<\/p>\n<ul>\n<li>Motor nicht warmlaufen lassen<\/li>\n<li>Im Stillstand Motor ausschalten<\/li>\n<li>Beim Beschleunigen Vollgas geben und G\u00e4nge \u00fcberspringen<\/li>\n<li>M\u00f6glichst hohen Gang benutzen<\/li>\n<li>Auskuppeln und ausrollen lassen statt bremsen<\/li>\n<li>Nicht mit dem Motor bremsen<\/li>\n<li>Reifendruck kontrollieren<\/li>\n<li>Rechts fahren!<\/li>\n<\/ul>\n<p><!--more--><br \/>\nDer erste wichtige Verlustfaktor ist, dass es die Technik nicht schafft, ein <em>Perpetuum Mobile<\/em> zu bauen. Im Idealfall w\u00fcrde die gesamte Energie, die durch die Verbrennung des Treibstoffs frei wird, in vorw\u00e4rtstreibende kinetische Energie umgesetzt. Falls das Antriebssystem optimal gebaut w\u00e4re, dann h\u00e4tten wir bereits das sparsamste System in H\u00e4nden. Dem ist aber leider nicht so: Es geht Energie in Form von W\u00e4rme verloren (deshalb das K\u00fchlsystem), aber auch in Form von Verschleiss und Reibungsverlusten in Kupplung, Getriebe, Lager, die letztlich auch wieder in Form von W\u00e4rme an die Umgebung abgegeben werden. Diesen Verlustfaktor k\u00f6nnen wir durch unser Fahrverhalten nur leicht beeinflussen.<\/p>\n<p>Der zweite wesentliche Verlustfaktor ist der, dass das sich bewegende Fahrzeug irgendwann auch wieder zum stehen gebracht werden muss. Am Ende der Fahrt, also am Zielort, ist das selbstverst\u00e4ndlich gew\u00fcnscht. Das Problem ist, dass wir auch unterwegs st\u00e4ndig abbremsen und erneut beschleunigen m\u00fcssen, sei es vor Ampeln, im Kreisverkehr, oder weil ein Fussg\u00e4nger \u00fcber die Strasse will, geschweige denn ein Reh. Dies bedeutet, dass das Fahrzeug nicht nur am Anfang der Fahrt in Bewegung gebracht werden muss, sondern dieselbe Energie muss immer wieder aufgewendet werden. Hier k\u00f6nnen wir durch vorausschauendes, &#8220;defensives&#8221; Fahren grossen Einfluss nehmen.<\/p>\n<p>Hier sind meine konkreten Tipps f\u00fcr sparsames Autofahren.\u00a0Achtung: Diese Tipps gelten in erster Linie f\u00fcr Autos mit Handschaltung. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe sind die M\u00f6glichkeiten zur Einflussnahme geringer.<\/p>\n<h3><a name=\"warming_the_motor\"><\/a>Motor nicht warmlaufen lassen<\/h3>\n<p>Besonders im Winter hat man fr\u00fcher gerne die Motoren von Fahrzeugen f\u00fcnf bis zehn Minuten vor der Fahrt angelassen und im Leerlauf darauf gewartet, dass der Motor warml\u00e4uft. Ein Motor in warmem Betriebszustand l\u00e4uft nat\u00fcrlich in der Tat problemloser als ein kalter Motor. Ausserdem hat man dann als Fahrzeuginsasse den Luxus, vom ersten Moment an ein warmes Fahrzeuginneres vorzufinden, weil die Heizung bereits funktioniert, weswegen auch die Scheiben etwas freier bleiben. Das Problem ist das, dass der Motor im Leerlauf deutlich l\u00e4nger braucht, um warm zu werden, als bei normaler Fahrt. Der dabei verbrauchte Treibstoff ist verschwendet, besonders weil heutige Motoren auch im kalten Zustand gut anspringen (es sei denn, die Batterie macht nicht mit, aber dann hat man ohnehin ein Problem) und anfahren. Binnen weniger Minuten setzt die Heizung ein. Die Scheiben m\u00fcssen selbstverst\u00e4ndlich vor der Fahrt freigekratzt und sauber gemacht werden. (diese Zeit aber keinesfalls zum warmlaufen lassen des Motors benutzen!) Ein leichtes \u00d6ffnen des Fahrer- oder Beifahrerfensters hilft dabei, dass die Frontscheibe nicht sofort wieder beschl\u00e4gt. Falls ihr Wagen \u00fcber eine Klimaanlage verf\u00fcgt, sollten Sie diese jetzt einschalten. Jede Klimaanlage entfeuchtet die Luft, was besonders in dieser Situation und allgemein bei feuchter Witterung sehr hilfreich ist und einen Beschlag der Scheiben verhindert.<\/p>\n<p>Im Sommer ist ein warmlaufen lassen des Motors ohnehin v\u00f6lliger Unsinn.<\/p>\n<p>Weiterer Hinweis: Fr\u00fcher musste man bei gewissen Automodellen noch Gas geben w\u00e4hrend dem Motor anlassen. Heutzutage reicht es, den Motor durch drehen des Z\u00fcndschl\u00fcssels anzulassen.<\/p>\n<h3><a name=\"turn_off_motor\"><\/a>Im Stillstand Motor ausschalten<\/h3>\n<p>Ein im Stillstand laufender Motor verbraucht v\u00f6llig unn\u00f6tig Treibstoff f\u00fcr nichts als die eigene Bequemlichkeit, vor der Abfahrt den Anlasser nicht erneut bet\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Nat\u00fcrlich ist es so, dass der Vorgang des Anlassens etwas Sprit verbraucht. Vor \u00fcber 20 Jahren gab es die ersten Versuche, die Autofahrer dazu zu bringen, beim Warten vor Ampeln und Bahn\u00fcberg\u00e4ngen den Motor auszuschalten. Es galt die Devise, dass bei l\u00e4nger als 5 Sekunden dauerndem Stillstand das Abschalten lohnt. Letztes Jahr las ich von einer Studie des TCS, in der es hiess, die optimale Zeit sei abh\u00e4ngig von verschiedenen Faktoren, wie Fahrzeugtyp und Betriebstemperatur des Motors. Ab 20 Sekunden werde aber in jedem Fall Treibstoff gespart. Ich selber halte mich eher an die 5-Sekunden-Regel. Allerdings ist es manchmal schwierig, etwa vor Ampeln, vorauszusehen, wie lange der Halt dauern wird. Da mein Wagen aber problemlos anspringt, stelle ich ihn tendenziell lieber einmal zuviel ab.<\/p>\n<h3><a name=\"accelerate_fully\"><\/a>Beim Beschleunigen Vollgas geben und G\u00e4nge \u00fcberspringen<\/h3>\n<p>Dieser Rat erscheint vielleicht paradox, weil wir Vollgas mit &#8220;Kavalierstarts&#8221; und viel Spritverbrauch assoziieren. Das ist aber nicht gemeint. Man hat hier von den Solar-Rallies, die vor Jahren regelm\u00e4ssig stattgefunden haben, gelernt. Die Solarmobilforschung hat herausgefunden, dass es bei Elektroantrieben am wirkungsvollsten ist, wenn man beim Anfahren mit voller Kraft (aber ohne durchdrehende Reifen!) beschleunigt, um so rasch wie m\u00f6glich auf Reisegeschwindigkeit zu kommen. Nach Erreichen der gew\u00fcnschten Reisegeschwindigkeit l\u00e4sst man das Gaspedal los, bzw. bet\u00e4tigt es nur noch gerade so stark, dass die Geschwindigkeit gerade gehalten wird. Damit verringert man die Energie, die notwendig ist, um die Massentr\u00e4gheit und Reibungsverluste zu \u00fcberwinden. Und diese Erkenntnisse gelten eben nicht nur f\u00fcr Elektroantriebe, sondern genauso auch f\u00fcr Diesel- und Benzinmotoren sowie deren Kraft\u00fcbertragung auf die Strasse.<\/p>\n<p>Die Sache mit dem \u00dcberspringen von G\u00e4ngen ist die, dass jeder Schaltvorgang Treibstoff verbraucht, weil der Motor nicht sofort auf Leerlauf geht, wenn ausgekuppelt wird, sondern nur langsam herunterdreht. Bei einem routinierten Fahrer, der kaum Zeit f\u00fcr das Schalten ben\u00f6tigt, hat der Motor gar keine Zeit zum reagieren sondern dreht quasi munter auf der letzten Drehzahl weiter, ohne dass diese Kraft auf die Strasse \u00fcbertragen werden kann. Die Anzahl Schaltvorg\u00e4nge sollte man daher so weit wie m\u00f6glich reduzieren, und das gelingt am Besten, wenn man beim Anfahren G\u00e4nge \u00fcberspringt, und beim Bremsen \u00fcberhaupt nicht schaltet sondern nur die Kupplung durchdr\u00fcckt (siehe unten, nicht mit dem Motor bremsen). Bei meinem aktuellen Fahrzeug (ein 2-Liter Benziner-Kombi) beschleunige ich sehr bequem und stressfrei wie folgt:<\/p>\n<ol>\n<li>Im ersten Gang anfahren<\/li>\n<li>Nach wenigen Metern den dritten Gang einlegen, nach dem Einkuppeln Vollgas geben<\/li>\n<li>Ab etwa 30 km\/h in den f\u00fcnften Gang hochschalten, Vollgas geben, bis die Zielgeschwindigkeit 50 \/ 80 \/ 120 erreicht ist.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Da wir uns, dank raschem Schalten, immer in niedrigen Drehzahlbereichen bewegen, haben weder Beifahrer noch Aussenstehende den Eindruck, dass hier jemand &#8220;mit Vollgas f\u00e4hrt&#8221;. Meine Beobachtung ist, dass ich etwa gleich langsam oder rasant anfahre, wie jemand, der dies nach herk\u00f6mmlicher Fahrweise tut.<\/p>\n<p>Daraus folgt auch, dass mein Auto ab 30 km\/h im f\u00fcnften Gang fahren kann. Dies ist nat\u00fcrlich vom Typ des Fahrzeugs abh\u00e4ngig. Und nat\u00fcrlich funktioniert das nur auf ebener oder absch\u00fcssiger Strasse. Auf Steigungen kann der f\u00fcnfte Gang erst bei h\u00f6heren Geschwindigkeiten, oder je nachdem gar nicht, benutzt werden.<\/p>\n<h3><a name=\"highest_gear\"><\/a>M\u00f6glichst hohen Gang benutzen<\/h3>\n<p>&#8230;oder mit m\u00f6glichst niedriger Drehzahl fahren &#8212; das l\u00e4uft auf dasselbe hinaus. Dies reduziert auch die Lautst\u00e4rke des Motors und ist somit f\u00fcr die Autoinsassen angenehmer. Niedrige Drehzahlen bedeuten, dass die Brennkammer der Verbrennungsmotoren weniger h\u00e4ufig gez\u00fcndet wird. Vor jeder Z\u00fcndung wird die Brennkammer mit Treibstoff gef\u00fcllt, bei jeder Z\u00fcndung wird dieser Treibstoff verbrannt. Wenn die Anzahl Z\u00fcndungen pro Sekunde reduziert werden kann, spart man Treibstoff. So einfach ist das. Nun ist es zwar so, dass es eine Drehzahl mit optimalem Drehmoment gibt. Diese wird in den technischen Daten zu jedem Auto auch immer angegeben. Diese optimale Drehzahl liegt bei Personenwagen in der Regel irgendwo zwischen 3000 und 5000 Umdrehungen pro Sekunde. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass man nur bei dieser Tourenzahl sparsam f\u00e4hrt. Es h\u00e4ngt von der gew\u00fcnschten Geschwindigkeit ab. Bei fest vorgegebener Tempolimite, sei sie innerorts 50 km\/h, ausserorts 80 km\/h oder auf der Autobahn 120 km\/h, ist es grunds\u00e4tzlich am Besten, sich an die Regel &#8220;h\u00f6chstm\u00f6glicher Gang&#8221; &#8212; in allen diesen F\u00e4llen daher der h\u00f6chste verf\u00fcgbare, heutzutage meistens der f\u00fcnfte &#8212; zu halten.  Auf deutschen Autobahnen kann man hingegen die &#8220;optimale Tourenzahl&#8221;-Regel benutzen: Beschleunigen in den h\u00f6chsten Gang, und dann auf die optimale Drehzahl, was auch immer sich damit f\u00fcr eine Geschwindigkeit einstellt. Mit dieser Fahrweise f\u00e4hrt man auch auf langen Strecken am sparsamsten.<\/p>\n<p>Auf Steigungen ist derjenige Gang der richtige, bei dem das Fahrzeug gerade noch nicht langsamer wird.<\/p>\n<h3><a name=\"roll\"><\/a>Auskuppeln und ausrollen lassen statt bremsen<\/h3>\n<p>Diese Regel l\u00e4uft auch unter dem Titel &#8220;vorausschauendes Fahren&#8221;. Im Prinzip gilt: Wenn ich bremsen muss, dann habe ich vorher unn\u00f6tig beschleunigt und daf\u00fcr unn\u00f6tig Treibstoff verbraucht. Diese Regel gilt nicht f\u00fcr Elektromobile mit Rekuperationsantrieb, bei denen die beim Bremsen frei werdende Energie wieder in Strom umgewandelt und in die Batterie zur\u00fcckgef\u00fchrt wird. Obwohl auch dort gilt, dass wegen der nicht-optimalen Wirkungsgrade letztlich Energie unn\u00f6tig vernichtet wird. Optimal w\u00e4re, wenn ich gerade so stark beschleunige, dass ich anschliessend den Fuss vom Gas nehmen und den Wagen bis am Zielort ausrollen lassen kann. Um dem Ausrollen m\u00f6glichst wenig Widerstand entgegen zu setzen sollten wir auskuppeln und den Gangschalthebel in die neutrale Position bewegen. Manchmal gehe ich sogar soweit, dass ich, sobald ich erkenne, dass ich in, sagen wir, 100 Meter, bremsen muss, weil die Ampel gerade auf rot gesprungen ist, dann kupple ich aus, nehme den Gang raus, schalte den Motor aus, und lasse mich bis zur Ampel rollen. Erst kurz vorher gehe ich noch auf die Bremse, um den Wagen komplett zum Stillstand zu bringen. Nat\u00fcrlich muss man dabei wissen, dass manche Fahrzeuge bei gedrehtem Schl\u00fcssel und einer Drehung des Lenkrades die Lenkradblockierung aktivieren. Wenn es also noch um die Kurve geht und man ein solches Auto hat, dann sollte man den Z\u00fcndschl\u00fcssel tunlichst nicht ausschalten, bevor der Wagen steht.<\/p>\n<p>Wenn dann die Ampel wieder auf gr\u00fcn springt, l\u00e4sst man den Motor wieder an und f\u00e4hrt weiter.<\/p>\n<h3><a name=\"no_motor_break\"><\/a>Nicht mit dem Motor bremsen<\/h3>\n<p>Fr\u00fcher hat man gelernt, mit dem Motor zu bremsen. Dazu legt man einen niedrigen Gang ein und l\u00e4sst die Kupplung langsam los. Dabei heult der Motor auf, weil er in h\u00f6here Drehzahlen gezwungen wird, gleichzeitig wird das Fahrzeug abgebremst. Diesen Mechanismus kann man zum Abbremsen von h\u00f6heren auf niedrigere Geschwindigkeiten benutzen, oder auch, etwa auf absch\u00fcssigen Passstrassen, zum verhindern, dass das Fahrzeug von selbst schneller wird &#8212; ohne dazu die Bremse zu benutzen. Dazu muss man sagen, dass lange Zeit die Bremssysteme nicht f\u00fcr hohe Leistungen oder f\u00fcr l\u00e4ngeren Einsatz gebaut wurden und nur f\u00fcr wenige starke Bremsman\u00f6ver hintereinander taugten. Nach einer gewissen Zeit \u00fcberhitzten sie und versagten. Die Bremssysteme wurden aber stetig weiterentwickelt. Moderne Bremsen sind (seit ungef\u00e4hr 20 Jahren) bestens in der Lage, auch l\u00e4ngere Passfahrten unbeschadet zu \u00fcberstehen. Dieser Grund f\u00fcr den Einsatz der Motorbremse ist daher hinf\u00e4llig geworden. Und aus Sparsamkeitsgr\u00fcnden (siehe oben) sollte ein Motor nicht in h\u00f6heren Drehzahlbereichen arbeiten. Deshalb sollte man heutzutage beim Bremsen wie folgt vorgehen:<\/p>\n<ol>\n<li> Auskuppeln<\/li>\n<li>Gangschalthebel in neutrale Stellung bringen (&#8220;Gang raus&#8221;)<\/li>\n<li>bremsen soweit wie notwendig.<\/li>\n<\/ol>\n<h3>Reifendruck kontrollieren<\/h3>\n<p><em>Der folgende Abschnitt entstammt dem <a href=\"http:\/\/www.verkehrsclub.ch\/de\/magazin.html\" target=\"_blank\">VCS Magazin<\/a> vom 1. M\u00e4rz 2009:<\/em><\/p>\n<p>Je weniger Luft im Reifen ist, desto gr\u00f6sser ist die Auflagefl\u00e4che und damit der Rollwiderstand. Das wiederum verbraucht mehr Energie. Bereits bei 0,2 bar zuwenig Druck steigt der Treibstoffverbrauch um 1 Prozent. Ausserdem ist die Lebensdauer von richtig gepumpten Reifen deutlich h\u00f6her: 85 Prozent der Reifenplatzer sind auf schleichenden Druckverlust zur\u00fcckzuf\u00fchren. Auch die Fahrsicherheit steigt deutlich. Das Antiblockiersystem (ABS) und das elektronische Stabilit\u00e4tsprogramm (ESP) funktionieren nur mit exaktem Lufdruck einwandfrei. Der empfohlene Reifendruck des Herstellers stellt einen Kompromiss zwischen Komfort, Treibstoffverbrauch und Sicherheit dar. Dieser Druck kann problemlos um 0,5 bar erh\u00f6hrt werden. So werden etwa 3 Prozent Treibstoff gespart, bei nur leicht geringerem Fahrkomfort.<\/p>\n<p>Ein Reifen verliert pro Monat im Durchschnitt 0.1 bar an Druck und sollte idealerweise monatlich, mindestens aber alle zwei Monate gepr\u00fcft werden.<\/p>\n<h3><a name=\"right_lane\"><\/a>Rechts fahren!<\/h3>\n<p>Nein, das hat nat\u00fcrlich nichts mit sparsamem Fahren zu tun. \ud83d\ude42 Vielmehr ist es \u00e4usserst nervig, wenn die rechte Fahrspur immer frei bleibt und man daf\u00fcr auf der linken Fahrspur nicht mehr \u00fcberholen kann, weil die Leute mit knapp 110 links fahren. In der Schweiz (und, soweit ich weiss, auf dem ganzen europ\u00e4ischen Festland) gilt immer noch das Rechtsfahrgebot. Dieses bedeutet, dass man grunds\u00e4tzlich auf derjenigen Fahrbahn zu fahren hat, die am weitesten rechts liegt, ausser es handelt sich dabei um eine besonders markierte Spur, etwa eine Busspur oder eine Abbiegespur. Falls mehrere Fahrspuren zur Verf\u00fcgung stehen, etwa auf Autobahnen, dann benutzt man die weiter links liegenden Fahrspuren <em>nur <\/em>zum \u00dcberholen. Und es gibt harte Strafen f\u00fcrs rechts-\u00dcberholen. Also: Vor mir f\u00e4hrt ein Auto, das ich \u00fcberholen m\u00f6chte. Ich wechsle eine Fahrspur nach links, \u00fcberhole, <em>und wechsle wieder zur\u00fcck nach rechts<\/em>. So einfach k\u00f6nnte es sein. Wenn sich alle daran halten w\u00fcrden, w\u00e4ren die Strassen pl\u00f6tzlich viel breiter.<\/p>\n<h3>Schlusswort<\/h3>\n<p>Wenn man alle diese Ratschl\u00e4ge beherzigt, dann f\u00e4hrt man besonders sparsam Auto. Wieviel man genau in Litern Treibstoff oder Franken einspart, ist nat\u00fcrlich schwer zu beziffern. Ich vermute, dass es f\u00fcr mich etwa einen halben Liter pro 100 km ausmacht. Genaue Messungen habe ich allerdings nicht durchgef\u00fchrt. Aber heutzutage sollten wir ja jede Einsparm\u00f6glichkeit begr\u00fcssen, selbst wenn es sich nur um wenige Prozent handelt. Es braucht auch eine gewisse Umlernzeit, die alten Gewohnheiten abzulegen und sich neue Gewohnheiten anzueignen.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich darf der Hinweis nicht fehlen, dass man am meisten Treibstoff spart, wenn man \u00fcberhaupt nicht f\u00e4hrt. Dies kann man aber nicht in jedem Fall selber beeinflussen. Das \u00f6ffentliche Verkehrssystem innerhalb und zwischen den St\u00e4dten ist derart gut ausgebaut, dass f\u00fcr solche Transporte kaum noch Autos notwendig sind. Hier sollte man sich \u00fcberlegen, ob man nicht doch bereit ist, auf die Bequemlichkeit, vor der Haust\u00fcr ins Auto steigen zu k\u00f6nnen, zu verzichten und zur n\u00e4chsten Bushaltestelle zu gehen. Ausserhalb der Zentren und f\u00fcr den Warentransport dagegen ist das Auto aber nach wie vor ein vorteilhaftes Verkehrsmittel.<\/p>\n<p>So, damit w\u00fcnsche ich viel Spass beim Treibstoffsparen!  \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&#8230;und lassen Sie es mich wissen, wenn Sie Ihre eigenen wertvollen Tipps haben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sorry, this entry is only available in Deutsch.<\/p>\n <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/archives\/168\/sparsam-autofahren\/\"><span class=\"more-msg\">Continue reading &rarr;<\/span><\/a>","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[10],"tags":[],"class_list":["post-168","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-cars"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=168"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":13330,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/168\/revisions\/13330"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=168"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=168"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/heiniger-net-archive.blog-net.ch\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=168"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}